Meditation – Supervision

Meditation und Kommunikation – Gemeinsam Alleinsein
eine geschwisterliche Nähe und selbstverständliche Verbundenheit!

Im Laufe unseres Lebens begegnen uns viele Herausforderungen.
Die Praxis der Meditation unterstützt ein bewusstes und erfülltes Leben.

Meditation bedeutet anzuhalten, heist den Augenblick wahrnehmen und mit wacher, freundlicher, nach innen gewandter Aufmerksamkeit da zu sein und geschehen zu lassen, was von selbst geschieht.

Es kehrt Stille ein – ein „donnerndes Schweigen“ – ganz natürlich und von selbst.

Meditation und Achtsamkeit
Wie kann ich über die hilfreichen Aspekte von Achtsamkeit sprechen, ohne den Eindruck zu erwecken, dass es um eine Methode geht, die ich nur anwenden muss, um mich oder das Leben zu verbessern?

Wie kann ich Achtsamkeit üben und zugleich erkennen, dass sie kein Werkzeug ist, das beliebig angewandt sein will, im Dienste einer Selbstoptimierung?

Nehme ich diese jahrtausendealte Praxis ernst, eröffnet sie eine Tür für tiefes Verstehen und echte Transformation, Veränderung auch in zwischenmenschlichen Beziehungen.

Achtsamkeit ist EIN Weg – eine Praxis!

Was verstehe ich unter Achtsamkeit?
Gibt es eine falsche Achtsamkeit?

Eine Antwort darauf kann so lauten:
Richtige Achtsamkeit ist kein Instrument, sie ist ein Weg.

Als ein Instrument könnte ich sie auf verschiedenste Weise nutzen, so wie ein Messer. Ich kann damit Gemüse schneiden und Figuren schnitzen, aber auch zum Töten verwenden, oder jemanden bedrohen.

Oft kann ich lesen und hören, Achtsamkeit sei ein gutes Werkzeug um sich besser zu erholen, gesund zu werden, mehr Geld zu verdienen. Im Letzten nutzt z.B. die Armee Methoden der Achtsamkeit um genauer zielen zu können und somit auch besser zu töten.

Achtsamkeit als Weg braucht gute Gefährten und die heißen z.B. „rechtes Verstehen, rechtes Denken, rechte Rede, rechtes Handeln, rechten Lebenserwerb“! Sie ist frei von Diskriminierung, Hass, Ärger und Angst.

Es kann auf diesem Pfad hilfreich sein, wenn wir uns mit den Einsichten anderer befassen. Menschen wie z.B. Thich Nhat Hanh, den ich als meinen Lehrer bezeichne, haben in ihrem Leben Erfahrungen gemacht, von denen wir uns inspirieren lassen können. Wir können jedoch ihre Erfahrungen nicht wiederholen und ihre Einsichten nicht als Werkzeuge benutzen, oder sie unseren Zwecken unterordnen. Vielmehr geht es darum, mit ihnen zu praktizieren, vielfältige Erfahrung zu sammeln und sie ins eigene Leben einzuweben.

Achtsamkeit ist eine innere Haltung, die das bewusste Wahrnehmen, das Achtgeben auf das Hier und Jetzt ermöglicht. Sie bezieht sich immer auf ein Tun. Bin ich aufmerksam bei jedem Schritt und weiß, dass ich gehe, dann ist das achtsames Gehen. Weiß ich, dass ich Auto fahre, dann ist das achtsames Autofahren. Weiß ich, dass ich gerade meine Zähne putze, dann ist das achtsames Zähneputzen. So auch bei einer großen Freude oder beim Streit.

Unsere eigene innere Verfassung wirkt sich darauf aus, worauf wir die Einsichten anderer Menschen ausrichten. Sind wir innerlich gestresst und angespannt oder wollen ein Ergebnis erzwingen, werden wir eher versucht sein, aus Einsichten Werkzeuge zu machen. Sind wir entspannt, offen, friedfertig und interessiert – also wie ein Kind, das selbstvergessen und vertieft spielt – können wir Einsichten wie „Murmel spielen im Gras“ an-wenden, um ein eigenes Muster zu legen und eine eigene Spur zu hinterlassen. Auf diese Weise entsteht eine eigene Erfahrung und etwas, wie eine lieb gewonnene Gewohnheit, auf die wir uns verlassen und  vertrauen können.

So übend bleiben wir zwar im Kontakt mit den Einsichten dieser Menschen, sind aber zugleich offen, neugierig, friedfertig, entspannt und in der Lage, autonom und in innerer Freiheit uns selbst weiter zu entwickeln um immer wieder aufs Neue unseren eigenen Weg zu er finden.

Achtsamkeit ist KEIN Werkzeug

  • Es geht mir darum, mit meinen Gedanken und Wahrnehmungen, mit meinem Körper EINS und somit im gegenwärtigen Augenblick präsent zu sein – mit allen Gefühlen, mit allem, was sich zeigt, mit interessierter Aufmerksamkeit und ohne Beurteilung zu begegnen.
  • Es geht mir darum zu bemerken, wann ich von Gedanken und Gefühlen „ferngesteuert“ bin, um anzuhalten und bewusster wahr zu nehmen, für was ich mich entscheide.
  • Es geht mir darum zu beobachten, wie und in welchen Situationen meine Urteile entstehen und zu lernen, dass ich mit meinen Vorbehalten meist nur einen Teil der Wirklichkeit erfasse.
  • Es geht mir darum, mitfühlend und freundlich mit mir selbst und meinem Umfeld umzugehen und meine und die Bedürfnisse der Anderen bewusst an zu nehmen.
  • Es geht mir darum, immer und immer wieder zu meinem Atem zurückzukehren, ihn als ein Wunder des Lebens an zu erkennen.
  • Es geht mir darum, immer öfter bei mir selbst wie in einem wahren Zuhause an zu kommen.

Einatmend: “Ich bin angekommen” – ausatmend: “Ich bin zuhause.”
Einatmend: “Ich bin hier” – ausatmend: “Ich bin im Jetzt.”
Einatmend: “Ich bin fest” – ausatmend: “Ich bin frei.”
Einatmend: “Im Unendlichen” – ausatmend: “verweile ich.”

einatmend: “Ich bin angekommen”
ausatmend: “Ich bin zuhause”
einatmend: “Ich bin hier”
ausatmend: “Ich bin im Jetzt”
einatmend: “Ich bin fest”
ausatmend: “Ich bin frei”
einatmend: “Im Unendlichen”
ausatmend: “verweile ich”

Mindfulness is not a tool but a path